Die Geschichte einer Futterstelle

Eine private Futterstelle fängt ja meistens so an: Ein armes Kätzchen taucht im Garten hinter dem Haus auf und aus Mitleid stellt man ihm ein wenig Futter hin. Irgendwann gesellt sich vielleicht eine zweite Katze dazu. Niemand aus der Nachbarschaft weiß, wo sie hingehören. Man füttert erstmal weiter, wahrscheinlich sind sie eh bald wieder weg.. Und eines Tages findet man in einem alten Sessel auf der Terrasse, im Lichtschacht am Keller oder im Gartenhaus ein Nest mit Katzenbabys. Die sind mega-süß, ganz besonders, wenn sie beginnen, ihre Umgebung auf wackeligen Beinchen zu erkunden. Drei, vier Monate später sind die Kätzchen kleine Halbstarke, von der Mutter abgenabelt und - wenn sie wenig Kontakt zum Menschen hatten - fast schon verwildert. Wer jetzt nicht eingreift, bekommt ein Problem: Die Futterkosten explodieren, einige der Tiere haben ständig Verletzungen von Kämpfen, Jungtiere plagen sich mit Katzenschnupfen, Nachbarn beschweren sich - und die Vermehrung geht immer weiter ...

So eine ähnliche Futterstelle haben wir vor etwa 2 Jahren kennengelernt: Aus anfänglich zwei, drei Katzen wurden schnell 10. Gesundheitliche Probleme der Katzenfreunde, die die Miezen bisher vorbildlich versorgt haben, machen die regelmäßige Fütterung und das Einfangen zum Kastrieren auf lange Sicht immer schwieriger. Im letzten Jahr konnten wir 5 erwachsene Tiere, davon eine Kätzin mit 4 Babys unterbringen und vermitteln, in diesem Jahr wurden nochmal 4 Jungtiere aus dem letzten Sommer weggefangen. Leider tauchen immer wieder neue herrenlose, hungrige Katzen auf, vermutlich von Bauernhöfen im Dorf. Das macht es schwierig, die Population durchzukastrieren und eine weitere Vermehrung zu verhindern. Dieses Frühjahr haben wir zum Glück rechtzeitig zwei trächtige Kätzinnen erwischt, die 7 Junge bekommen haben. Auch diese wären wieder zu Straßenkatzen geworden. Sie wachsen jetzt beschützt im Tierheim Günzburg auf.

Wir können nicht oft genug darauf hinweisen, wie wichtig das (rechtzeitige!) Kastrieren, gerade auch von herrenlosen Katzen ist. Unterernährte und chronisch-kranke Populationen verursachen auf Dauer weit höhere Kosten, als eine einmalige Kastration.

Katzenhalter, die ihre Freigängerkatzen unkastriert herumlaufen lassen, handeln verantwortungslos und tragen zum Katzenelend bei. Jede Kastration ist angewandter Tierschutz.

Das Füttern herrenloser Katzen ohne gleichzeitige Kastration trägt zur Vermehrung dieser Populationen bei! Wir helfen jederzeit, wenn jemand mit der Versorgung bzw. dem Einfangen überfordert ist.


Die Katzenhilfe lädt ein

Katzenhilfe Langenau e.V.